Antrag zur Verbesserung der kinderärztlichen Versorgung in Städten und Gemeinden

Antrag:

Der Ausschuss für Soziales, Senioren und Demografie empfiehlt, der Rat beschließt, den Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW und den Ausschuss für Gesundheit des Bundestages zu bitten, den Planungsbereich für die kinderärztliche Versorgung, der bisher bei den Kreisen und kreisfreien Städten liegt, auf die Ebene der Städte und Gemeinden zu verlagern. Außerdem soll der Berechnungsschlüssel für die Niederlassungsmöglichkeiten von Kinderärzten deutlich gesenkt werden.

Begründung:

Obwohl der Versorgungsgrad für Kinderärzte im Märkischen Kreis mit 112,1 % überversorgt ist, kommt es in Lüdenscheid dazu, dass Eltern für ihre Kinder keine Praxis finden, die sie aufnimmt. Ein Ausweichen auf Kinderärzte in anderen Orten führt, wenn sich überhaupt eine Praxis findet, dazu, dass unzumutbare Fahrzeiten mit kleinen Kindern auf sich zu nehmen sind.

Bei einer 100-prozentigen Versorgung kommen auf jeden Kinderarzt 2800 Kinder. Das ist bei 13 Vorsorgeuntersuchungen pro Kind und eine erhöhte Zahl an Gutachten eine so große Überlastung der Ärzte, dass eine zeitlich angemessene Betreuung der Kinder unmöglich ist.

Mit freundlichen Grüßen,

gez. Jens Voß gez. Heide-Marie Skorupa