West/Brügge

Verkauf von Eisenbahner-Wohnungen

Kritik an Vorgehen der EWG

Blick in die Opderbeckstraße, in der einige der verkauften Häuser stehen. (siehe links)

Die EWG (Eisenbahner Wohnungsgenossenschaft) hat 59 Wohnungen in Brügge an einen privaten Investor verkauft. Für die SPD im Stadtteil kommt das überraschend. SPD-Ratsherr Jan Eggermann, der sich bereits seit längerer Zeit mit der Thematik beschäftigt und mit der EWG verhandelt hat, sprach von einem „Vertrauensbruch seitens der EWG“.

Außerdem sagte er: „Offenbar war dem erst seit kurzer Zeit für die EWG tätigen Geschäftsführer ein schneller Veräußerungsgewinn wichtiger als eine nachhaltige Entwicklung. Wie sich der Verkauf mit dem steuerbegünstigten Status der Genossenschaft vereinbaren lässt, erschließt sich mir auch nicht. Ich hoffe, dass die neuen Eigentümer im Sinne der verbleibenden Mieter, des Stadtteils Brügge und letztlich auch der Gesamtstadt Lüdenscheid verantwortungsvoll mit den Wohnungen in guter Lage umgehen.“

Die EWG hatte den Verkauf der Wohneinheiten mit dem großen Renovierungsbedarf und der hohen Leerstandsquote begründet.

Die Preise für die Wohnungen könnten indes steigen – Genossenschaften verlangen im Normalfall niedrigere Quadratmeterpreise als Investoren am Markt.