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Pressemitteilung der Jusos

Jusos: Kritik an Jugendarbeit ist überzogen!

Die Junge Union Lüdenscheids hat am 1. August in der Presse eine Erklärung zum Thema Masterplan und Jugendarbeit abgegeben. Wir wollen die dort genannten Aussagen nicht unkommentiert stehen lassen.

Der Jugendtreff Kalve wurde nicht „ausgetrocknet“. Ganz im Gegenteil, dort gab es einen Wasserrohrbruch.

Die Schließung des Jugendtreffs an der Kalve war Ausdruck einer sinkenden Teilnehmer*innenzahl, die aus unregelmäßigen Öffnungszeiten resultierte. Diese wiederum entstand durch die sinkende Zahl an Fachkräften am Standort. Das lag daran, dass einerseits im Jugendtreff SternCenter beschlossen wurde, dass man immer zwei ausgebildete Fachleute im Treff braucht. Daher mussten Leute aus anderen Treffs, u.a. der Kalve, abgezogen werden. Andererseits lag es ganz simpel an HSK-Maßnahmen, die im Jugendbereich, wie in vielen anderen Bereichen auch, Einsparungen voraussetzten. Dort wirkten also viele Faktoren bei der Schließung zusammen, die auch ein Masterplan nicht hätte voraussehen können.

Aus den Reihen der Jungen Union Kritik an mangelnden Stellen zu hören, ist angesichts dessen, dass die CDU-Fraktion (mit ihren Mitgliedern aus der JU) bei jeder Haushaltsplanberatung weitere Einsparungen beim Personal fordert, sehr abenteuerlich.

Die Jugendlichen an der Kalve haben mit viel Tatkraft, guten Ideen und Rückendeckung aus der SPD-Fraktion in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung einen Jugendtreff wiederbelebt. Die Junge Union sagt, das verschweige Fehler der Vergangenheit. Wir sagen den Jugendlichen – schön, toll dass ihr euch so einsetzt!

Die generelle Kritik an der Jugendarbeit der SPD und der Jusos ist überzogen. Ohne die sozialdemokratische Jugendarbeit gäbe es keine Zuganbindung nach Köln, die stadtteilbezogene Jugendarbeit wäre nicht vorhanden und nachts würde kein Zug nach Dortmund fahren, geschweige denn dorther kommen. Ein Hostel am Bahnhof würde nicht geprüft werden und die neuen Grillplätze wären auch nicht schon lange beschlossene Sache.

Eine Antwort darauf, warum der fehlende Masterplan die Bürger*innen viel Geld kosten soll, bleibt die Junge Union darüber hinaus schuldig.

Der Ratsmehrheit wird Aktionismus vorgeworfen, weil es keinen „Masterplan“ für die Stadt gibt. Wir halten das für verdreht. Aktionismus wäre es, wenn die SPD-Fraktion einen Masterplan in Auftrag gegeben hätte, der die Zukunft Lüdenscheids bestimmen soll. Politik muss flexibel auf neue Situationen und Impulse reagieren können. Für den Rahmen gibt es Wahlprogramme und Kooperationsvereinbarungen. Die SPD-Fraktion arbeitet auf Basis des Wahlprogramms 2014 und der Ergänzung aus 2016 – auch mit vielen Inhalten die wir als Jusos dort einbringen konnten.