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Pressemitteilung der Jusos Lüdenscheid

Bahnfahren muss bezahlbar werden!

Zur baldigen Eröffnung der Bahnstrecke nach Köln erklären die Jusos Lüdenscheid:

Die Jusos Lüdenscheid sind glücklich darüber, dass ab dem 10.12.2017 endlich die Regionalbahn von Lüdenscheid nach Köln fahren wird. Der heimische Landtagsabgeordnete Gordan Dudas und die Jusos Lüdenscheid haben sich immer für die Verbindung eingesetzt. Für viele Studierende, Pendler und Pendlerinnen ist die Strecke eine echte Entlastung. Profitieren kann Lüdenscheid auch von der direkten Anbindung an andere Städte entlang der Strecke. Vor allem für Gruppen, die das „Schöner Tag“ Ticket nutzen ist die Verbindung sehr attraktiv. Aber wer alleine reist, für den wird das Reisen zum Luxus. Eine einfache Fahrt von Lüdenscheid nach Köln kostet 25,70 €. Aus unserer Sicht ist das viel zu teuer, denn Bahnfahren muss auch attraktiv sein und eine günstige Alternative zum PKW darstellen. Ansonsten wird man sich letztendlich darüber wundern, warum die neue Strecke nicht gut angenommen wird. Durch zwei Verkehrsverbünde fährt man auf der Bahnlinie Lüdenscheid – Köln, dadurch ist der Preis auch dementsprechend hoch. Wer aber nach Köln über Hagen fährt (mit Umsteigen) zahlt weniger, obwohl man drei Verkehrsverbünde passiert. Das ist ein Zustand, der wirklich keinen Sinn zu ergeben scheint! Wäre es doch gerade sinnvoll die Züge Richtung Ruhrgebiet zu entlasten. Eine vernünftige Mobilitätspolitik würde also dafür sorgen, dass die Strecke Lüdenscheid – Köln günstiger ist als Lüdenscheid – Hagen – Köln. Viele werden wissen, wie voll diese Züge sind.
Die Unterschiedlichen Verkehrsverbünde mit ihren eigenen Interessen sorgen für ein Tarifchaos, welches undurchsichtig und preislich nicht angemessen ist. Es wird Zeit für eine neue Mobilitätspolitik, ohne Verkehrsverbünde, aber mit nachvollziehbaren Tarifen und fairen Preisen in ganz NRW. Nur dann wird sich auch die Bahnlinie über eine zufriedenstellende Akzeptanz freuen. Der Westfalentarif ist schon ein Schritt in die richtige Richtung nur hilft es vielen eben nicht günstiger nach Meschede oder Kamen zu kommen, zieht es doch viele Menschen aufgrund von Job Studium oder Freizeitausflügen in die Ballungsräume wie eben das Ruhrgebiet oder Köln.
Langfristig streben wir Jusos an, einen fahrscheinlosen Nahverkehr zu initiieren, ohne Bürokratie und damit jeder und jede Mobil sein kann. Außerdem fordern wir die Landesregierung auf Auszubildenden ebenfalls ein NRW Ticket, wie den Studierenden zur Verfügung zu stellen, denn beide haben freie Fahrt durch NRW verdient!