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Fragen zum Trikotsponsoring durch CDU-Kandidaten

„Wie kommt Ralf Schwarzkopf zu dieser Falschaussage?“

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1.    Durch die Veröffentlichung der Lüdenscheider Nachrichten vom 5. April ist bekannt geworden, dass Mitglieder des Vorstands des LTV über das Sponsoring offenbar nicht richtig informiert wurden. Zitat: „Wir vom Vorstand sind beim Termin der Trikotübergabe nicht vor Ort gewesen, sonst hätten wir direkt gehandelt.“ In welcher Form hat Ralf Schwarzkopf überhaupt den Verein konsultiert?

2.    Eine Meldung von Radio MK (siehe  http://www.radio-mk.de/nachrichten/lokalnachrichten/single/article/diskussion-um-politiker-und-fussball-trikots/) heißt es: „Laut Schwarzkopf hat der Verband das Trikot bereits genehmigt und geprüft.“ Der Verband sagt aber laut WDR (siehe: http://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/wahlwerbung-fussball-trikots-luedenscheid-100.html): „Der FLVW Lüdenscheid hat den Trikotsatz im Vorfeld nicht zu sehen bekommen.“ Wie kommt Ralf Schwarzkopf zu dieser Falschaussage? Hält Schwarzkopf es für ein probates Mittel, Politik in Form von Falschaussagen zu betreiben?

3.    Laut der Berichterstattung des WDR und uns vorliegenden Informationen (u.a. Lokalzeit v. 4. April) haben die Eltern der A-Jugend 90 Euro für die Ausstattung ihrer Söhne im Dezember gezahlt. Nun sagt Ralf Schwarzkopf, er habe diese Ausstattung selbst finanziert. Die Eltern selbst haben bis zuletzt nicht gewusst, dass der Kopf des CDU-Landtagskandidaten auf dem Trikot platziert werden soll. Inwieweit hat Ralf Schwarzkopf die Trikots überhaupt finanziert? Ist es beabsichtigt, den Eltern ihren Anteil zurück zu geben?

4.    Warum hat Schwarzkopf nicht zum Beispiel das „hotset“-Logo verwendet anstelle des „Kopfes“?Der „Kopf“ als Stilmittel taucht auf jedem Plakat, auf Werbemitteln, auf dem Info-Wagen der Lüdenscheider CDU sowie auf zahlreichen Publikationen der Christdemokraten auf. Wie er an dieser Stelle nur auf die Idee kommen kann, sein Konterfei auf dem Trikotärmel sei keine politische Werbung, ist nicht zu erklären. Zumal die Fußballsaison sich dem Ende zuneigt.

Dem LTV ist an dieser Stelle kein Vorwurf zu machen, da der Vereinsvorstand offenbar keine Kenntnis von dem Vorgang hatte. Insofern ist die Erörterung der Fragen keine sportpolitische Angelegenheit, sondern eine solche, welche die Integrität des Landtagskandidaten Schwarzkopf hinterfragen muss.