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SPD-Ortsverein Bräucken/Versetal reiste für sechs Tage nach Bad Tölz

Schneebedeckte Berge und herrlicher Sonnenschein

SPD.Bad Tölz.29.05.16Schneebedeckte Berge, herrlicher Sonnenschein, eine Schifffahrt auf dem Chiemsee, eine Fronleichnamsprozession in Bad Tölz, Kirchen und Schlösser in Barock- und Rokoko-Architektur, all das erlebten in der vorigen Woche 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sechstagefahrt des SPD-Ortsvereins Bräucken / Versetal. Ausgangspunkt der Ausflüge war das direkt an der Fußgängerzone von Bad Tölz gelegene Posthotel Kolberbräu. Organisator der Fahrt war wie in den vorigen Jahren Bernd Kaiser.

Klar zeichneten sich die schneebedeckten Berge vor dem blauen Himmel ab, als die Reisegruppe den großen Ahornboden und die Eng-Almen besuchte. Sie dient den Milchkühen von zehn Bauern als Sommerweide. Da der Almauftrieb erst für diese Woche geplant war, herrschte noch weitgehend Ruhe. Durchbrochen wurde sie allein durch das Grollen abgehender Lawinen oder das Hämmern und Sägen von Handwerkern, die damit beschäftigt waren, die Häuser für den Almsommer in Stand zu setzen oder anzubauen.

Der Besuch der Eng-Almen war eingebunden in eine Fahrt entlang mehrerer oberbayrischer Seen. Bad Wiessee mit seiner herrlichen Seepromenade, der Tegernsee mit Besichtigung der Kirche des dortigen Klosters, der Schliersee und der Spitzingsee standen auf dem Programm.

An Fronleichnam herrschte in Bad Tölz bereits ab sechs Uhr geschäftiges Treiben. In der Fußgängerzone wurden die Altäre für die Prozession vorbereitet. Ein Kehrwagen reinigte das Pflaster. Um acht Uhr erschall das volle Geläut der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Eine halbe Stunde später durchbrachen Böllerschüsse aus einer Kanone vom Kalvarienberg gefolgt von abermaligem vollem Glockengeläut die zwischenzeitliche Stille. Ihm folgten ein Gottesdienst vor dem Marienbrunnen und anschließend die Prozession zu drei weiteren Altären, die Prozessionsteilnehmer in festlichen Trachten gekleidet.

Der Besuch mehrerer Kloster- und Stadtkirchen mit ihrer prachtvollen Barock- und Rokoko-Architektur standen an den weiteren Tagen auf dem Programm. Neben dem Kloster Tegernsee sah die SPD-Reisegruppe die Klosteranlagen Andechs, Benediktbeuren und Ettal. Als wichtige Auftraggeber waren sie der Anlass für die Ansiedlung verschiedenster Handwerksbetriebe und damit für die Entstehung der heutigen Ortschaften, wie die heimische Reiseleiterin Annemarie Babl fachkundig erläuterte. Ferner ging es ins Karwendel-Dorf Mittenwald und zu den Herrgottsschnitzern und Lüftelmalern nach Oberammergau.

Am Chiemsee erfolgte die Besichtigung des Schlosses Herrenchiemsee. Bauherr war der bayrische König Ludwig II. Er ließ das Schloss als Abbild des Schlosses von Versailles errichten. Fertiggestellt wurden letztlich aber nur die prunkvollen Repräsentationsräume und Privatgemächer des Königs sowie der Park mit seinen grandiosen Brunnenanlagen.

Auf der Fraueninsel des Chiemsees sah die SPD-Reisegruppe eines der ältesten Frauenklöster im süddeutschen Raum. Der Rundgang führte sie zur dortigen Wallfahrtskirche, zu einem der ältesten romanischen Torbauten Bayerns und zum Lindenplatz, der höchst gelegenen Stelle der Insel, die in vorchristlicher Zeit  wohl ein heidnischer Kultplatz war.

Neben Barock und Rokoko stand jedoch auch alte, aber bis heute aktuelle Technik im Fokus der Betrachter. Auf der Fahrt durch die oberbayrische Seenlandschaft machte die SPD-Reisegruppe Station am Walchensee-Wasserkraftwerk. Durch sechs riesige Röhren schießt das Wasser des Walchensees zum Kraftwerk hinab und treibt dort entsprechend viele Turbinen zur Stromerzeugung an. Abnehmer des in vier Pelton-Turbinen erzeugten Einphasenstroms ist bis heute die Deutsche Bahn.

Weitere Fahrten des SPD-Ortsvereins Bräucken / Versetal gibt es im Herbst und in der Adventszeit. Als Tagesfahrt geht es dann nach Wiesbaden und als Zweitagefahrt zu den Weihnachtsmärkten nach Erfurt und auf die Wartburg. Text: Jens Voß