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SPD fordert vorläufigen Denkmalschutz für Brügger Bahnhofsensemble

 

Dem Brügger Bahnhofsensemble droht der Abrißbagger.

Dem Brügger Bahnhofsensemble droht der Abrißbagger.

Zur Zeit beginnen in Brügge vorbereitende Maßnahmen zur Reaktivierung der oberen Volmetalbahn. Voraussichtlich ab Dezember 2017 wird es wieder durchgehende Züge nach Köln geben. Hierzu modernisiert die Deutschen Bahn AG die bisherigen Bahnanlagen umfassend und stellt den gesamten Bahnhof auf neue Signaltechnik um. Dadurch werden das historischen Bahnhofsgebäude von 1870, Formsignale und Reiterstellwerk betrieblich nicht mehr notwendig sein. Um den drohenden Abriß zu verhindern, fordert die SPD die sofortige, vorläufige Unterschutzstellung des Brügger Bahnhofsensembles aus Stellwerk, Signalen und altem Bahnhofsgebäude. Das Reiterstellwerk und die Technik von 1927/28 gehört zu den letzten seiner Art in der Bundesrepublik Deutschland.

Sebastian Wagemeyer, Verena Kasperek, Heidi Skorupa und Jan Eggermann.

Sebastian Wagemeyer, Verena Kasperek, Heidi Skorupa und Jan Eggermann.

Durch ein Modell des Gebäudes hat es sogar internationale Bekanntheit erlangt und zieht oft internationale Besucher an. Ratsvertreter der SPD informierten sich jetzt über die baugeschichtlichen und historischen Hintergründe des Brügger Bahnhofsensembles. Neben einem dauerhaften Erhalt wurden auch erste Ideen für eine künftige Nutzung thematisiert, im alten Bahnhofsgebäude könnte beispielsweise ein Kiosk oder eine kleine Gastronomie nicht nur für Nutzer von Bus und Bahn Platz finden, denn bekanntlich wird Brügge auch ein zentraler Punkt des im Aufbau befindlichen Volmeradweges.