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Pressemitteilung der Jusos Lüdenscheid

„Verkaufsoffene Sonntage reformieren“

Jusos Lüdenscheid gegen die derzeitige Form der verkaufsoffenen Sonntage. Wir brauchen mehr Belebung für die Plätze die nicht um das Stern Center herum sind:

Verkaufsoffene Sonntage müssen, so will es der Gesetzgeber, an Feste, Events oder ähnliches gekoppelt sein. Das klingt vielversprechend. Allerdings haben Autoshows oder die Vorstellung von KFZ-Betrieben wenig mit Festen zu tun, welche die Lebensqualität dieser Stadt fördern. Im Gegenteil, dadurch müssen noch mehr Menschen an einem Sonntag arbeiten gehen, was wir grundsätzlich ablehnen.
Wir sprechen uns für neue Modelle aus und wollen nicht an altem festhalten, nur weil es andere Städte auch immer so machen. Eine Einkaufsstadt zeichnet sich gerade dadurch aus, sich von anderen abzugrenzen. Ein Samstag bietet sich viel besser an, um eine Art Eventshopping zu initiieren. Davon könnten viele profitieren:
Anstatt Autohäuser oder Handwerksbetriebe könnte man mit der heimischen Kulturszene kooperieren. Ein Shopping verbunden mit einen interkulturellen Fest oder einem Sportfest, wo alle Vereine Lüdenscheids die Möglichkeit zur Vorstellung haben würden, hätte viele Vorteile. Es zöge noch mehr Menschen in die Stadt und es wäre praktisch eine „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten. Die Stadt wäre durch die verschiedenen Vereine sehr gut besucht, was auch die Einzelhändler freut. Andererseits könnten die Vereine auch durch Stände Einnahme generieren und eventuell neue Mitglieder gewinnen. Wichtig wäre, dass interkulturelle-, Musik-, oder Sportfeste nicht nur am Sternplatz stattfinden. Beispielsweise wären solche Veranstaltungen auch am Graf-Engelbert-Platz oder am Knapp denkbar.
Ein weiterer Grund, warum wir uns für ein „Eventshopping“ an einem Samstag stark machen, ist, dass auch abends noch viele Menschen in der Stadt sein würden. Davon könnten auch die Gastronomen stärker profitieren. Da ist ein Samstag einfach viel lukrativer als ein Sonntag. Denn parallel zu dem „Eventshopping“ und auch danach würden Konzerte von heimischen Musikern das ganze Event noch aufwerten. Ob ein Straßenfest in der Hochstraße oder eine Bühne an der AOK. Es hätte den Reiz, dass auch die Einzelhändler profitieren würden, die nicht direkt um das Stern Center herum liegen. Es würde den Knapp und die Oberstadt beleben. So werden Standorte belebt, die bei gewöhnlichen verkaufsoffenen Sonntagen nicht allzu stark frequentiert werden.
Gleiches wäre doch wünschenswert auf dem Graf-Engelbert-Platz. Warum eine Autoshow auf dem Rathausplatz? Dann doch lieber einen „Bauernmarkt“ oder „Kunstflohmarkt“ in der Altstadt. Die verkaufsoffenen Sonntage wie im letzten Jahr konzentrieren sich sehr auf die Einzelhändler in der Nähe des Stern Centers. Nach unseren Vorstellungen sollten die Eventorte wechseln.
Nun hat der Rat mit Mehrheit für die vier verkaufsoffenen Sonntage gestimmt. Das sollte uns aber nicht daran hindern, über die Zukunft nachzudenken. Wir plädieren dafür, nicht weiter auf Ausstellungen der Wirtschaft zu setzen, sondern auf die Stärken dieser Stadt selbst. Beispielsweise die Kunst- und Kulturszene oder die Vereinslandschaft. Es wäre auch denkbar mit den städtischen Einrichtungen, wie Museum, Kulturhaus oder Bücherei zu kooperieren. Diese wären sicherlich auch stärkere Multiplikatoren als eine Autoshow. Für uns ist es für eine lebendige Innenstadt von großer Bedeutung, nicht nur die zentrale Lage zu stärken, denn gerade die Einzelhändler die nicht Nähe des Stern Centers liegen brauchen auch die Unterstützung seitens der Verwaltung. Die Politik müsste der Verwaltung dann die Aufgabe geben andere Konzepte zu initiieren. Nur so kann eine Stadt überzeugen, dass sie Lebensqualität aufweist.