Aus der SPD

Programmdiskussion – Teil 2: Bildung (24.2. bis 2.3.)

DSC_0744Die zweite Runde der Programmrunde hat begonnen. Eine Woche lang können Interessierte zum Thema Bildungspolitik Anregungen und Kritik zum Entwurf des SPD-Programms zur Kommunalwahl im Internet äußern.

Durch den gesamten Programmabschnitt zieht sich der Grundsatz des „lebenslangen Lernens“ als roter Faden durch. Ausbau der U3-Betreuung an Kindertagesstätten, mehr Ganztagsgrundschulen, bessere Ausstattung aller Schulen – unter anderem mit schnellem Internet für Schüler-Arbeitsgruppen – und eine Aufwertung der Volkshochschule finden sich im SPD-Entwurf. Die Sozialdemokraten bekennen sich dabei zu wohnortnahen Grundschulstandorten. Angesichts der Veränderungen von Schulformen und Bildungslandschaft allgemein in angrenzenden Gemeinden zeigt sich die SPD aber auch aufgeschlossen gegenüber anderen und neuen Schulformen. Auch der Ganztagsbetrieb an einem Gymnasium wird als Idee ins Programm gebracht. Solche Veränderungen seien aber nur erstrebenswert, wenn sie von Lehrer- und Elternschaft gleichermaßen gefordert werden. Schulpolitik ohne Beteiligung der Betroffenen soll es mit der SPD nicht geben.

Volks- und Musikschule sollen ihre schon bestehende hohe Qualität steigern. Die SPD verfolgt das Ziel, möglichst allen Kindern das Erlernen eines Instruments zu ermöglichen. Dabei sollen die Kooperationen mit den Schulen ausgebaut werden. Überhaupt setzt die SPD auf Beispiele wie dem der „Kulturpfade“ am Bergstadt Gymnasium. Schülerinnen und Schüler städtischer Schulen sollen so enger an die Kultur- und Bildungseinrichtungen der Stadt herangeführt werden.

Die Volkshochschule soll ihr Bildungsangebot ausweiten. Dazu gehören allgemein qualifizierende Maßnahmen wie die Möglichkeit, Schulabschlüsse dort nachzuholen. Um die Vereinbarkeit von Kindeserziehung beziehungsweise Beruf mit den Weiterbildungsmöglichkeiten der VHS zu verbessern, soll die Möglichkeit von Fernkursen geschaffen werden.

Sebastian Wagemeyer, Co-Autor des Programms und Lehrer an einem Lüdenscheider Gymnasium, sieht die SPD auf einem guten bildungspolitischen Weg: „Bildung für alle bei gleichzeitiger Chancengerechtigkeit ist Herzensangelegenheit von Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Für uns ist es besonders wichtig, vernünftige, qualitätsvolle und zugleich passgenaue Angebote zu machen. Und zwar in allen Einrichtungen, die sich in Lüdenscheid um die Bildung bemühen. Bei allen Neuerungen und allen Reformen sollten wir dabei nie das einzelne Kind, den einzelnen Menschen aus dem Fokus verlieren. Die individuelle Förderung von Kindern ist der Schlüssel zum Erfolg. Wir dürfen uns nicht einzig in Diskussionen um Geld, Gebäudeaustattung und Ressourcen verlieren, sondern müssen uns immer wieder auf die besinnen, um die es geht und die es betrifft, wenn Entscheidungen getroffen werden. Der SPD Programmentwurf zeichnet einen für Lüdenscheid gangbaren Weg und skizziert wesentliche Eckpunkte einer zukunftsorientierten und auf Nachhaltigkeit angelegten sozialdemokratischen Bildungspolitik für unsere Stadt und ihre Menschen. Daher war und ist es für mich eine große Freude, daran mitwirken zu können.“

Zur Programmdiskussion zum Thema Bildungspolitik.