Kommunalwahl 2014

Programmdiskussion – Teil 1: Wirtschaft und Arbeit (17.2. bis 23.2.2014)

Bernd Schildknecht | WK 20 Oberer Wehberg/Gevelndorf

Bernd Schildknecht | WK 20 Oberer Wehberg/Gevelndorf

„Lüdenscheid – eine Stadt für alle“: Unter diesem Motto steht nicht nur der Programmentwurf der Sozialdemokraten aus der Bergstadt zur Kommunalwahl. Auch die Diskussion zum Programm soll alle Interessierten einladen, Anmerkungen, Anregungen und Kritik zu äußern. Bis zum Programmparteitag am 19. März wird pro Woche je ein Teil des Programms im Internet vorgestellt. Den Start macht der Block Wirtschaft und Arbeit.

Bezugnehmend auf ihre Wurzeln in der Arbeiterbewegung stellt die Lüdenscheider SPD gleich zu Beginn des Abschnitts ihre Definition vom Wert der Arbeit fest: „Für Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist Arbeit nicht nur wirtschaftliche Existenzgrundlage. Sie ist Voraussetzung für gesellschaftliche Anerkennung und das Selbstwertgefühl der Menschen.“

Verwirklichen werden soll der Anspruch über verschiedene Maßnahmen. Als vorrangiges Ziel gelten Sicherung und Schaffung neuer Arbeits- und vor allem Ausbildungsplätze. Hier sollen die Anstrengungen intensiviert werden, um vor allem jungen Leuten mit Haupt- und Realschulabschluss den Einstieg zu erleichtern und die Verdrängung durch Abiturienten auf dem Ausbildungsmarkt zu dämmen.

Eine sich schnell verändernde Wirtschafts- und Arbeitswelt benötige, so das Programm, auch immer neue Antworten. Die Verstärkung des Aus- und Weiterbildungsstandorts durch Ausbau und Ansiedlung von Einrichtungen aus diesem Sektor im Bahnhofsquartier ist hier ein wegweisender Schritt. Die „Denkfabrik“ müsse allerdings in der kommenden Ratsperiode weiter gedacht werden, um dem Fachkräftemangel entgegenzusteuern.

Das Entwicklungs- und GründerCentrum soll über den Raum Lüdenscheid hinaus dafür sorgen, dass sich in der Bergstadt eine neue Start-Up-Kultur entwickelt. Dabei sollen vor allem Aus- und Neugründungen im Zusammenhang mit Fachhochschul-Absolventen gefördert werden. Über einen zu gründenden Entwicklungsfonds soll das notwendige Startkapital für Start-Ups besorgt werden.

Fortgesetzt werden soll der intensive Dialog zwischen der städtischen Politik und der heimischen Wirtschaft. Für Bürgermeister Dieter Dzewas und die SPD-Fraktion sei in den vergangenen Jahren selbstverständlich gewesen, die Fühler nicht nur Richtung Unternehmensführung auszustrecken, auch gute Kontakte zu den Belegschaften seien notwendig, um auf Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt reagieren zu können. Bernd Schildknecht, Gewerkschaftssekretär und SPD-Ratsherr seit 1982, sieht hier einen Schlüssel zum Erhalt des hiesigen Industriestandorts: „Es ist wichtig, dass man sich untereinander kennt und auch weiß, dass manchmal ein schneller Draht notwendig ist, um Arbeitsplätze zu sichern oder entsprechende Bedarfe der Unternehmen zu berücksichtigen. Bürgermeister und SPD-Fraktion kennen die Verantwortungsträger und suchen den Austausch. Auch dadurch sind überhaupt viele Forderungen, die nun im SPD-Programmentwurf stehen, zustande gekommen. Es ist wichtig, dass diese Kultur der Zusammenarbeit auch in der nächsten Ratsperiode fortgesetzt wird.“

Die Lüdenscheider SPD freut sich auf Diskussionsbeiträge zu den Themen Wirtschaft und Arbeit unter www.spdluedenscheid.de/wirtschaft-und-arbeit.