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Petra Crone hatte zur Diskussion eingeladen, mehr als 90 Menschen kamen

Das Thema Rechtsextremismus ist seit der schrecklichen Mordserie des Zwickauer Nazi-Trios wieder höchst aktuell – ein Anlass für die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Crone in ihrem Wahlkreis eine Diskussion mit sachkundigen Referenten anzuregen. „Die rund 90 Bürgerinnen und Bürger, die an der Veranstaltung teilgenommen haben, sind der beste Beweis für die Dringlichkeit einer gesellschaftspolitischen Debatte,“ sagte Petra Crone.

„Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass mein Bundestagskollege und Vorsitzender des Untersuchungsausschusses „Terrorgruppe nationalsozialsozialistischer Untergrund“ Sebastian Edathy  über die Arbeit des Ausschusses  mit uns diskutiert“, so die Bundespolitikerin . Mit ihm saßen Claudia Luzar von BACKUP, Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt, und Kevin Dewald, IG-Metallsekretär für den Bereich Jugend,  auf dem Podium.

Sebastian Edathy hob seine Enttäuschung über die Arbeit der Verfassungsschutzbehörden hervor, die zu spät auf eindeutige Hinweise reagiert hätten. Für ihn sei es keine Lösung, nur Personal auszutauschen, es müssten vielmehr grundlegende Strukturen geändert werden. Rechtsextreme, so machte Claudia Luzar deutlich, finden sich leider auch in den Fangemeinden der Fußballvereine. Einige Vereine hätten daraufhin ein Vereinsverbot für Nazis verhängt. Derzeit erarbeite auch der BVB ein Anti-Nazi-Konzept.

Die Initiative der IG-Metall-Jugend „NRW-Nazifrei“ begrüßte Petra Crone ausdrücklich. Ebenso wichtig sei es, diejenigen Organisationen finanziell gut auszustatten, die sich gegen rechte Tendenzen in der Gesellschaft wenden, die Jugendprojekte durchführen und aufklären.  Eine gute Vernetzung von Polizei,  Ämtern,  Organisationen und Schulen sei zudem notwendig, um schon frühzeitig gegen Nazis vorgehen zu können. Und zwar, bevor sie ihr Unwesen treiben.

Den Statements der Podiumsgäste folgte eine sehr intensive Diskussion, die einmal mehr bewies, dass Rechtsradikalismus ein Thema ist, das die Menschen auch in Lüdenscheid und Umgebung sehr bewegt.